High pressure hoes feed on the Kanederli cheese with a spooky Klämrisk explanation mark!
Entré
Bonjour mes amis!Ja, ihr denkt mittlerweile vermutlich ich bin tot ... wobei ihr bei all dem Sommerwetter und Grillorgien vermutlich ohnehin keine Zeit habt euch Gedanken über diesen komischen Kerl zu machen, der so doof war in ein kaltes nordliches Land zu gehen, das wie ein Penis aussieht und daher alles bei euch verpasst. Chapeau!Nichtsdestotrotz werde ich versuchen für die Stubenhocker unter euch, die hin und wieder mal einen PC benutzen meinen letzten Monat zusammenzufassen. Und glaubt mir, das wird eine Mammutaufgabe für mich, weil seit meinem letzten Eintrag einfach nur so unglaublich viel passiert ist.
Fangen wir vielleicht mal mit dem Wetter an, um euch eine hämische Freude zu bereiten, bevor ich euch hoffentlich neidisch machen kann.
In Deutschland gibt es ja diesen Begriff vom berüchtigten Aprilwetter. Dies ist die beste Gelegenheit, diesen offiziell für Humbug zu erklären!Seit Anfang März fühlt es sich hier bereits so an, als wäre der Frühling am Kommen. Der Körper stellt sich in erwartungsvoller Vorfreude und unter zusätzlicher Ausschüttung von noch mehr Glückshormonen darauf ein und verleitet einen dazu, den schönsten Teil des Jahres mit einer schönen Radfahrt zum nächsten Supermarkt und anschließendem Verbringen des Tages auf einem der wunderbaren Flogsta Dächer feierlich zu begrüßen.
Tja, damit man aber nicht vergisst, dass man hier in Schweden ist und der Golfstrom nicht alles für einen regeln kann schneit es dann die nächste Nacht einfach mal wieder ... gefolgt von Regen am nächsten Tag. Checkliste: [x] "Frühling", [x] Winter, [x] Herbst, [x], [ ] Sommer. So geht das jetzt schon seit einem Monat. Immerhin ist der Schnee aber mittlerweile eigentlich überall verschwunden und die Flüsse tatsächlich dauerhaft von Eis befreit!
Achtung, Vergleichsbild für Polypsalat Insider:
Und hier vielleicht ein Bild, das das ganze Dilemma zusammenfasst:
Aber ich bin ja mittlerweile ein Schwede und kann das (noch?) gelassen nehmen, Deutsche haben da so eher ihre Probleme mit ...
Nun denn, was bleibt einem bei dieser Nichts-Halbes-Nichts-Ganzes Sache denn als Lösung übrig?Nun, eine bescheidene Möglichkeit wäre doch eigentlich ein kleiner Trip nach Lappland ...
Erblicke die Töchter des Firmaments! (Nordlichter)
Falls ihr chronologisch gerade verwirrt seid, hier die bisherige Landkarte: Dach war am 31.3., die Flussbilder und so von vor paar Tagen und Tobi kam direkt nach meinem Kiruna Trip. Der war vom 18.3. bis zum 22.3. (glaube ich zumindest).
Nun denn, wollen wir mal anfangen hier mal nicht nur um Bilder herumzuschreiben. Fällt hier auch etwas leichter, da ich Schlaumeier meinen ganzen Akku mit fragwürdigen "Landschaft ausm Zug heraus Filmen"-Videos entleert habe, sodass ich genau 5 Bilder am Bahnhof von Kiruna machen konnte. Glücklicherweise hatten wir einige ziemlich gute Fotografen dabei, deren Bilder ich aber leider noch nicht habe. Von daher müsst ihr mit dem auskommen, was ich bisher so auftreiben konnte, eventuell mache ich später mal ein separates Album, weil wir wirklich unglaublich viele geniale Bilder (auch von den Nordlichtern!) haben, die diese einzigartige Umgebung zwar selbstverständlich niemals hinreichend einfangen können, euch aber zumindest einen kleinen Eindruck verschaffen könnten.
Für alle Nicht-Schweden Insider eine kleine Hilfe, wo wir waren:
Kiruna ist so ziemlich das einzige, was man im Norden Schwedens überhaupt als Stadt bezeichnen könnte. 20.000 Einwohner leben dort und das hat auch seinen Grund: neben Tourismus lebt die Stadt hauptsächlich von der größten Eisenerz-Mine der Welt, die praktisch alles dort prägt.
Wie ihr ebenfalls seht ist das ein ziemlich langer Weg, locker nochmal so weit von Uppsala, wie ich von Deutschland hierher geflogen bin. Dementsprechend lange ist die Zugfahrt: um kurz vor 19 Uhr hier weg, um 10.30 am nächsten Tag angekommen. Zum Glück lässt es sich in so einer Zugkabine eigentlich ganz gut aushalten und jede davon ermöglicht bis zu sechs Leuten einen halbwegs angenehmen Schlaf:
Da ich um 5.00 nicht mehr schlafen konnte beschloss ich mich in das Zugabteil für Normalreisende zu setzen und mir einen Eindruck von Schwedens Landschaft zu verschaffen. Das Ergebnis war dann leider recht enttäuschend, zu sehen war hauptsächlich gähnende Langeweile in Form von immer denselben Bäumen. Mit dem geruhsamen "Auf sich Wirken-Lassen" zu den Klängen von Sigur Rós (was sonst) war dann nach ca. einer Stunde auch Schluss, als eine Kinder Hockey Mannschaft das Abteil stürmte. Glücklicherweise wachte der Rest dann so ab 9 auf und die Landschaft wurde gleichzeitig auch endlich interessanter. (stümperhaft, ich weiß, aber irgenwie muss ich das Material ja verwenden, wenn es mich schon den Akku gekostet hat)
Endlich in Kiruna angekommen ging es voller Energie erstmal auf die Suche nach unserem Hostel.
War ziemlich schnucklig das Teil und ideal für eine Nacht!Zeit zum Einziehen hatten wir aber kaum, da es danach gleich aufging zum berühmten Eishotel. Zum Glück blieb vorher noch genug Zeit um kurz ein bisschen Proviant und Abendessen im Supermarkt einzukaufen, die Entscheidung für einfache Pizza erwies sich später übrigens als goldrichtig.
Das Eishotel also. Ich muss sagen ich war bereits im Vorraus skeptisch, ob ich dort überhaupt hinmöchte, weil es auf mich eher den Eindruck machte als wäre das eben die typische Tourisenattraktion, die im Prinzip jeder besucht, um sagen zu können mal dagewesen zu sein, letztlich aber wenig mit der dortigen Lebenswirklichkeit oder dem Gefühl, für das ich nach Nordschweden ging zu tun hat. Im Prinzip hat sich meine Meinung auch durchaus bestätigt: um in das Teil überhaupt reinzukommen muss man erstmal 180 Kronen löhnen und eigentlich gibt es meiner Meinung nach nichts wirklich Aufregendes dort zu sehen, sind eben modellierte Skultpuren und Betten aus Eis in verschiedenen Zimmern die zwar ganz nett anzuschauen sind, mir persönlich aber doch recht wenig geben. Dementsprechend hatten ich und Simon uns auch dagegen entschieden den Preis zu bezahlen, gelangten durch einen kosmischen Zufall aber durch eine Türe der Eiskirche, die eigentlich nicht offenstehen sollte hinein (was wir allerdings erst recht spät realisierten, wir dachten das wäre eben ein kleines "For Free" Ding, was einen dazu anregen soll in das richtige Hotel zu gehen). Wir sind dann auch nach kurzer Zeit raus, die anderen sind aber ein Weilchen drinnen geblieben, weshalb ich euch ein paar Bilder nicht vorenthalten möchte:
Ich und Simon haben uns derweil damit vergnügt hinter das Hotel runter zum See zu laufen (der natürlich nicht als solcher zu erkennen war) und die unglaubliche Weite und das geniale (und mit max. -4° auch gar nicht kalte) Wetter bei einem erholenden Bananensnack zu genießen, während wir Leute beim Snowbiken beobachteten und später selbst den See erkundeten. Leider leider habe ich davon noch keine Bilder, aber dieses Erlebnis sagte mir dann doch wesentlich mehr zu und bei Strandfeeling auf einem gefrorenen See hatten wir schonmal eine verdammt gute Zeit!
Anschließend waren wir schon durchaus erschöpft, allerdings stand noch ein weiterer Punkt auf unserem Plan: eine Führung durch die örtliche Mine.
Rein ging's mit dem Bus in ziemliche Dunkelheit, zehn Minuten später und ein erhebliches Stück tiefer konnte man dann aussteigen, nach einem kurzen Propagandafilmchen über die Geschichte der Mine und ihre vermeintliche Umweltfreundlichkeit folgte dann noch eine Führung, auf der einem Abbaumethoden, Geräte und anderer Kram nochmal genauer erläutert wurden. Insgesamt sehr interessant gewesen, vor allem das merkwürdige Gefühl so unheimlich tief unter der Erde zu sein und wie rasant sich das ganze entwickelt hat, von kleinem Abbau an der Oberfläche zu immer tieferen Stockwerken in derzeit 1300m. Diese Hybris zeigt dann auch ihre Folgen: da die durch das Entnehmen des Erzes entstehenden Lücken mit Gestein unter der Stadt gefüllt werden müssen ist mittlerweile klar, dass diese irgendwann einfach in den Grund einsinken wird. Darum wurde vom Stadtrat beschlossen, die ganze Stadt einfach nach und nach woanders hinzupflanzen. Das nenne ich Nachhaltigkeit!
Wer noch Energie hatte kam danach mit sich die Kirche von Kiruna anzuschauen, die als solche definitiv nicht von außen zu erkennen wäre. Den Zelten der nordischen Sami, den Ureinwohnern Lapplands, nachempfunden, erinnert diese eher an asiatische Tempel als an eine christliche Kirche.
Ziemlich erschöpft kamen wir dann zurück ins Hostel, wo wir uns erstmal Shitloads of Pizza reingezogen haben und danach Scharade gespielt haben, was auf Englisch nochmal seinen ganz eigenen Reiz entfaltet. Und obwohl wir schon ziemlich viel erlebt hatten war zumindest für mich eines klar: ich möchte heute das Nordlicht sehen. Man kann zwar nicht voraussagen, ob es tatsächlich kommt, geschweige denn wann oder wo, aber man kann anhand des Wetters abschätzen, wie wahrscheinlich es ist und ob es überhaupt möglich wäre, braucht man dazu doch einen freien Himmel. Da das Wetter aber den ganzen tag sonnenklar war beschlossen ich und Simon definitiv alles zu versuchen, um unsere Chance es zu sehen auch zu nutzen. Nachdem die anderen alle zu müde waren gingen wir also los und wanderten zur alten Mine, die in den 80ern stillgelegt wurde und deren Gipfel heute zu einer Skipiste umfunktioniert wurde. Diesen erklommen wir dann auch, zum Glück wurde der ziemlich steile Anstieg mit einer an sich schon tollen Aussicht über Kiruna, die Umgebung und die Schlucht der alten Mine belohnt. Perfekterweise bot ein Rohbau dort auch perfekten Unterschlupf, um sich vor Kälte und Wind etwas zu schützen, sodass wir ziemlich lange dort ausharren konnten und unsere Chancen erhöhten. Als nach einer halben Stunde aber noch immer nichts passiert war beschlossen wir dann doch wieder abzusteigen, bevor wir uns noch etwas abfrieren. Doch als wir über die Mine schauten fiel uns eine komische Wolke darüber auf, die sich zu bewegen schien. Zuerst dachten wir nach der dauernden Absucherei des Himmels einfach alles miszudeuten, aber nach einigen Sekun den war klar, dass das definitiv keine normale Wolke war. Also habe ich mich mal umgedreht auf die Seite ohne Lichtverschmutzung der Stadt und SCHEISSE, der ganze Himmel fing langsam an sich mit den Lichtern zu füllen. Da wir es gar nicht mehr erwartet haben sind wir natürlich vollkommen ausgerastet und auf die andere Seite des Gipfels gerannt, hysterisch und schreiend rumgesprungen und uns umarmt. Aus einem alten Brett haben wir uns dann eine improvisierte Bank zurechtgemacht und uns für eine halbe Stunde das Schauspiel am Himmel angeschaut, obwohl ich das Getränk hasse hat Jägermeister nie so gut geschmeckt wie in diesem Moment. Auch wenn der Vollmond uns wahrscheinlich nur die Hälfte des Ausmaßes erkennen ließ war das immer noch ein absolut einzigartiger Moment, der für mich wahrscheinlich für immer eine besondere Bedeutung haben wird und mich und Simon, der mittlerweile ein echt guter Freund geworden war denke ich auch irgendwie miteinander verbinden wird. Schön ist vor allem, dass die Lichter immer wieder schon fast verschwinden, dann aber ein kleiner Punkt woanders auftaucht und sich langsam wie in einem Band mit anderen neuen verbindet und über den Himmel wandert. Schwer zu beschreiben, von daher lasse ich es jetzt auch dabei sein, da ich ohnehin schon pathetisch werde ;) Wenn es 10 Dinge gibt, die ich in meinem Leben sehen möchte gehörte das aber auf jeden Fall dazu und wir waren beide einfach nur unglaublich froh, dass am Ende alles so perfekt für uns geklappt hatte und uns viele Zufälle am Tag das perfekte Timing verschafft hatten!
Nach einer wirklich extrem geruhsamen Nacht, in der ich und Simon fortwährend von den Lichtern geträumt haben war es am nächsten Tag auch schon wieder Zeit unser Hostel zu verlassen, sollten wir doch die nächsten 30 Stunden in einem einsamen Camp inmitten eines gefrorenen Sees eine Stunde entfernt von Kiruna verbringen. Also endlich die Wildnis, die ich mir von dort oben erhofft hatte :)
Doch wie kommt man an so einen entlegenen Platz?Ganz einfach: Hundeschlitten und Snowbikes!Nachdem wir alle mit passender Kleidung versorgt wurden und minutiös auf alle durch Fehlverhalten verursachte Gefahren hingewiesen wurden ging es nach ca. einer Stunde endlich los. War ziemlich spaßig und ein sehr cooles Erlebnis, auch wenn ich mir auf den Hundeschlitten ein bisschen doof vorkam, weil es den Eindruck machte, dass diese net allzu gut behandelt werden und einige auch etwas krank schienen, während man mit den Snowbikes eben auch net schneller fahren durfte, als die Hunde vorrennen können.
Nach ca. einer halben Stunde waren wir dann angekommen und mussten uns unseren Weg über den See zum Camp bahnen, das von Anfang an einen ziemlich gemütlichen Eindruck machte. Mit Ausruhen war aber erstmal nichts, Selbstversorger wie wir Schweden sind wurde erstmal ordentlich Holz gehackt und gesägt, damit wir unsere Hütten auch heizen können und zu später Stunde natürlich erstmal in der Sauna entspannen können!Neben den Hütten und der Sauna war das Camp außerdem mit einer feinen Grillhütte ausgestattet, für Essen war gesorgt (meist Elch oder Rentier, wobei ich Ersteres vorziehen würde!), was mich aber nicht daran hinderte regelmäßig kleine Snacks einzulegen, da ich noch nicht ganz nüchtern vor der Abfahrt unheimlich viel Mist eingekauft hatte und es mir dementsprechend leisten konnte ...
Da ich net wirklich Lust hatte den ganzen Tag nur im Camp zu vergammeln und meine Tagesration an durch die Todesschlittenbahn krankenhausreif verletztem Deutschmädel aus Stockholm schon befriedigt hatte, beschlossen wir einen kleinen Spaziergang zu machen. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Insel auf der unser Camp sich befand doch ziemlich groß war, was uns eine doch recht ausgedehnte Tour entlang des teilweise aufgetauten Flusses über den See ermöglichte. Das war dann wirklich auch genau das nordische Wildnisgefühl, dass ich mir von dem Trip erhofft hatte. War einfach mal ganz wunderschön und wir waren alle ziemlich begeistert, wenn das Laufen net gerade mal wieder durch plötzliches Einsinken in 50cm Schnee unterbrochen wurde (was seltsamerweise beinahe ausschließlich Simon passierte ...). Eines der Highlights auf unserem Weg, der uns schließlich zum "Hafen" führen sollte war sicherlich die Rentierfamilie, die uns seelenruhig passierte und scheinbar nur gewartet hatte, damit wir verdammt nochmal aus ihrem Weg rausgehen. Traumhaft!
Nach dem Abendessen entfloh ich dann dem wirren Akkustikgitarrensingsang, den wir gestartet hatten, um mich abzukühlen. Natürlich könnt ihr euch schon denken, wofür es dann mal wieder Zeit war: the fucking Northern Lights, BAM!Anfangs noch ziemlich enttäuschend weil hinter einer großen Wolke verborgen steigerte es sich diesmal ziemlich, am geilsten war es wohl, als ich grad auf 'nem Rentierfell am Boden liegend beobachtete, wie es praktisch vertikal herunterschießt und fast schon eine Art Zelt über uns bildet. Ich beschloss dann diesen kostbaren Moment etwas antisozial mit Musikgenuss zu veredeln und mich ganz in mich selbst zurückzuziehen. Wie ein Zombie folgte ich dann nach 10min den anderen, die wohl beschlossen hatten sich das Ganze vom See aus anzuschauen und mein Gott was war das genial, mit Sigur Rós im Ohr einfach mal wieder (literally!) Nahtoderfahrungen gehabt und all die genialen Erfahrungen und Gefühle meines bisherigen Schwedentrips in diesem Moment kulminieren lassen. Ich bin dann auch noch ein Weilchen allein aufm See geblieben, nachdem das Licht weg war und die anderen zurückgegangen waren um mir von Untitled 8 standesgemäß den Verstand wegblasen zu lassen. Vollkommen beglückt und der Welt entrückt bin ich dann irgendwann doch zurück (dass ich meine letzte der rationierten Zigaretten aufgebraucht hatte störte dann auch gar net!), zu sprechen erschien mir aber für die nächste halbe Stunde irgendwie trivial, weshalb ich mich nur stillschweigend zum Rest in die Sauna begeben habe und mich selbst, die Leute um mich rum und einfach alles was es gibt zutiefst zu genießen. Die Sauna indes war auch ziemlich genial, man hält das zwar für Wahnsinn, aber es gibt keine bessere Methode dies zu tun, als sich regelmäßig draußen ordentlich im Schnee zu wälzen und wieder reinzurennen. Als unser Campväterchen sich später dazugesellte und den Ofen mal ordentlich einheizte und diverse Essenzen dazu gab und uns mit Eisblöcken versorgte war's dann wirklich die so ziemlich perfekte Sauna!Sauber geschwitzt und vollkommen zufrieden mit der Welt ging's dann ins Bettchen, zum Kaminfeuerlicht ließ es sich auch ganz wunderbar einschlafen und in der nördlichsten Einöde war es dann endlich auch mal wärmer als nachts in meinem verdammten Flogsta Zimmer, das grad schon wieder unheimlich kalt wird :)
Habe Bilder aufgetrieben :) Leider wurden die hier so stark komprimiert, dass sie total scheisse aussehen. Die Originale sind nämlich in supergenialer Top-Kamera Auflösung und einfach nur genial. Wer Interesse hat: http://www.flickr.com/photos/3bliss/
Nachdem sich das Eisfischen am nächsten Tag als ziemlicher Flop erwiesen hatte und wir noch ein paar schöne Stunden mit diversem Blödsinn und Grillen im Camp verbracht hatten ging's dann auch schon wieder zurück, natürlich wieder standesgemäß mit Schlitten und Snowbikes. Die Heimfahrt von Kiruna wurde später noch etwas anstrengend, da unser Zug erstmal 2h anhielt und wir dann in Busse umgeladen wurden um zum nächsten Bahnhof zu gelangen, was sich angesichts der Unmöglichkeit zu Schlafen dann doch ziemlich strapaziös gestaltete ... da konnte auch das Nordlicht ausm Bus heraus nix helfen. Nichtsdestotrotz war's im Zug extrem spaßig und wir hatten eine wirklich sehr tiefgehende und erfüllende Diskussion, die das danach irgendwie auch egal machte :)
Ihr seht also, das Ganze war eine ziemlich einzigartige Erfahrung für mich und ich war mal wieder auf einem neuen Glückshöhepunkt angekommen (wie hoch geht's eigentlich noch?). Achja, als ich dann endlich wieder in meinem Zimmer war und meinen Akku laden konnte musste ich feststellen, dass ich mich um einen Tag verschätzt hatte und Tobi schon wenige Stunden später ankommen sollte, was mich erstmal ziemlich geschockt hat ^^ Hat dann aber doch alles ganz gut geklappt, mehr dazu später. Achja, von Abreise Kiruna an bis zum letzten Montag war ich dann im Prinzip auch keinen einzigen Tag allein, was mich letzte Woche eine gewisse Einsamkeit doch sehr zu schätzen gelehrt hat :)
Nachdem das hier doch schon viel mehr Zeit (um genauer zu sein: die ganze Nacht) in Anspruch genommen hat höre ich für heute auf und update den Eintrag die nächsten Tage, wenn ich dazu komme. Ich denke ihr habt ertsmal genug zum Lesen und Schauen, auch wenn die Bilder hier grad leider überhaupt net rüberkommen)